Geschichte

Das ursprünglich tschechische Dorf, später mit überwiegend deutscher Bevölkerung, ging zur Zeit des Kommunismus beinahe unter, als es sich in einer militärisch stark bewachten Zone entlang der österreichischen Grenze wiederfand. Die Einwohner wurden erst gewaltsam abgeschoben (von Deutschen, 1946), dann wieder angesiedelt (von Tschechen, bis zum Jahr 1958) und dann wieder mit Gewalt abgeschoben (dieses Mal ins Inland). Von der Zeit an lag Maires innerhalb der militärischen Zone und konnte nur mit einem Passierschein für Auserwählte betreten werden. Das Dorf wurde gründlich ausgebeutet. Ein bisschen Geschichte nach der Mährischen Landeskunde, II. Topografie: Bezirk Zlabings) geschrieben von Jan Tiray, herausgegeben in Brünn 1926: „Vor dem Jahr 1372 war das Dorf herrschaftlich. In dem Jahr, am 22. Januar, gaben die Brüder Oldřich und Ješek aus Olschan bekannt, dass sie vom Markgrafen Jan ein Lehen für das Dorf Maires für 12 Pfund Mietzins, der Dorffestung und allem versprochenem, bekommen haben.

Genauso wie in dem Bezirk Datschitz nur der Hof Řečice beibehalten werden konnte, blieb aus den alten Herrschaftshöfen in Zlabings bis heute nur Maires erhalten.

Nur wenige Namen hallen in den Schriften unserer Region aus dem XV. Jahrhundert in den Verzeichnissen und Büchern u. ä. so oft wider, wie der Name „aus Maires“. Dieses unscheinbare Dorf war der ursprüngliche Sitz des Wladikageschlechts, das eine Menge von Dörfern gekauft hatte, und innerhalb kürzester Zeit Český Rudolec mit den umliegenden Siedlungen zu einer größeren Herrschaft gruppieren konnte, wie es in der Beschreibung von Rudolec angegeben wird.

Die Freiherren von Putz von Rolsberg haben sich in Maires dadurch für immer verewigt, dass sie im Jahr 1717 von Grund auf ein Schloss in seiner heutigen Gestalt, den Hof und einen neuen Getreidespeicher ausgebaut haben (1780).

Der Schmuckstein des Dorfes ist das Schloss in seiner heutigen Gestalt, im Jahr 1717 errichtet und unlängst mit einem großen Garten ergänzt…….Die Innenausstattung des Schlosses war für ihren Reichtum berühmt (Perserteppiche, prachtvolle Möbel, Silber u. ä.). In den letzten Jahren gab es mehrere neue Eigentümer, die Herrschaft ging sprichwörtlich von Hand zu Hand. Das Schloss blieb gründlich ausgebeutet“.